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BRANDORA - 21. Dezember 2011:
150 Jahre MB Spiele

MB blickt zurück auf 150 Jahre Kinderspiel-Geschichte.
Gleichzeitig schließt der international bekannte Spieleverlag sein letztes Kapitel, denn MB wird Hasbro.
Im Dezember 2011 fällt der letzte Vorhang in einer 150-jährigen Erfolgsgeschichte. Nachdem Hasbro 1984 den angeschlagenen Kinderspielexperten in den Konzern übernahm, führte er bis heute das bei Eltern und Kindern vertraute rote M und blaue B als Kompetenz vermittelndes MB Spiele-Logo weiter. Jetzt weicht das MB Spiele Emblem dem Hasbro Logo. Auch der Gong-Junge, der als Werbeikone der 80er Jahre eine große Bekanntheit genießt, schlägt seit November dieses Jahres den Hasbro-Gong. Gleichsam bewahrheitet sich, dass jedes Ende auch der Anfang für etwas Neues ist: Denn Hasbro sorgt nicht erst seit heute für frischen Wind in der MB-Spieleentwicklung. Die Spieleklassiker wie etwa Spiel des Lebens, Twister oder Dr. Bibber, die nicht mehr aus dem Spielzeugsortiment wegzudenken sind, werden heute und in Zukunft in Form moderner, zeitgemäßer Editionen unter der Marke Hasbro im Spielwarenregal zu finden sein.
(Quelle: Brandora Informationsportal)
BRANDORA - 12. Dezember 2008:
Verbot von Pappbilderbüchern wegen absurder Materialprüfungen
Gibt es für Kinder unter 3 Jahren bald nur noch Bilderbücher aus poliertem Edelstahl - mit abgerundeten Kanten, die nur noch in speziellen Gummizellen gelesen werden dürfen?
Die EU holt den 1. April in den Dezember!
Bei mechanischen Prüfungen im Rahmen der EU-Spielzeugrichtlinie war festgestellt worden, dass Kinderpappbücher, die als Spielzeug gelten, den Sicherheitsstandards nicht genügen, weil Buchecken herausgebrochen werden können. Derzeit wird den Verlagen für diese Bücher deshalb das CE-Prüfsiegel verweigert.
Praxisfremde Tests für Pappbilderbücher --> Börsenverein fordert Überarbeitung der EU-Prüfungsbestimmungen
Nachdem die Verhandlungen zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Rat der Europäischen Union über die Regelung für Pappbilderbücher im Rahmen der EU-Spielzeugrichtlinie gescheitert sind, fordert der Börsenverein des Deutschen Buchhandels für Pappbilderbücher eine Überarbeitung der gegenwärtigen Prüfungsbestimmungen der Europäischen Normungsbehörde CEN. „Der Schutz und die Sicherheit der Kinder haben für den Börsenverein oberste Priorität“, betont Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. „Allerdings ist es nicht nachvollziehbar, dass an Pappbüchern völlig praxisfremde technische Tests vorgenommen werden.“ Grundsätzlich unterstützt der Börsenverein sowohl chemische als auch mechanische Prüfstandards für Spielzeuge. So werden die für die Bilderbücher verwendeten Materialien wie Papier, Lacke und Farbe regelmäßig auf ihre chemische Zusammensetzung geprüft.
Ob die EU-Richtlinie aus Sicherheitsgründen gerechtfertigt ist, erscheint zweifelhaft. Die bearbeitenden EU-Koryphäen befürchten, dass Kinder Pappteile verschlucken und im schlimmsten Fall daran ersticken können. Experten allerdings haben von solchen Unglücksfällen noch nie gehört. "Ich habe mich mit vielen Unfällen bei Kleinkindern beschäftigt, sowas war nie dabei", sagt der Sprecher des Verbandes Nordrhein im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der Kinderarzt Hermann Josef Kahl aus Düsseldorf gegenüber dem WDR. Gefahr gehe bei Büchern von Metallbeschlägen oder Plastikteilen aus. Auch beklebte Folien oder giftige Farben können ein Problem sein. Doch verschluckte Pappe: "Das ist übertrieben." Das sagt auch der Experte der Verbraucherzentrale NRW, Rolf Buschmann dem Kölner Sender: "Mir sind keine Probleme bekannt."
Auch bei den betroffenen Buchverlagen läuten die Alarmglocken. Beürchtet wird nun, dass die Seiten der Bücher dicker bzw. aus anderen Materialien hergestellt werden müssen. Beides halten die Verlage für unpraktikabel. "Wir müssten unsere Kinderbücher aus dem Sortiment nehmen", sagt Katja Straub vom Düsseldorfer Patmos-Verlag gegenüber der aktuellen Stunde im WDR. Schon heute seien die Seiten der Bilderbücher fünf bis sechs Millimeter dick. Noch dickere Bücherseiten seien unhandlich, nicht mehr kindgerecht und zu teuer in der Herstellung. Das meint auch Ulrich Störiko-Blume, Geschäftsführer des Boje-Verlags aus Köln in der gleichen Sendung. "Diese EU-Regel ist bürokratischer Schwachsinn und realitätsfern", ereifert er sich. "Wenn Sie die Bücher so dick machen, dass sie nicht mehr reißen können, haben Sie einen Prügel von Buch, mit dem Sie einen erschlagen können."
Ravensburger Geschäftsführerin Renate Herre kann diese Argumentation der EU-Strategen nicht nachvollziehen. Seit fast zwei Jahren setzt sie sich für angemessene Prüfbedingungen beim Pappbilderbuch ein. „Es gibt kein Produktsicherheitsrisiko bei Büchern, die ausschließlich aus Pappe und Papier bestehen“, sagt sie stellvertretend für die deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchverlage. „Dies ist durch zahlreiche medizinische Gutachten belegt. Daher ist es unverständlich, dass Pappbilderbücher den gleichen Testkriterien wie Spielzeug unterliegen.“
Die neue Richtlinie ist aber so gut wie beschlossen, so dass die neuen Regeln wohl spätestens 2010 in Kraft treten werden - als Teil der neuen Spielzeugrichtlinie der EU. Am Montag soll diese in Brüssel im EU-Parlament beschlossen werden. Die Zustimmung ist nach Meinung der Grünen-Parlamentarierin Heide Rühle reine Formsache. Und Europa wird um eine umstrittene Bestimmung reicher sein!
(Quelle: Brandora Informationsportal)
BRANDORA - 24. November 2008:
Alle Jahre wieder: ÖKO-Terror zur Spielzeugsicherheit
ÖKO-Test bezeichnet in seinem Test von Kinderspielzeug Heft Nr. 12 / Dezember 2008 die getesteten Spielzeuge als Sondermüll unter dem Weihnachtsbaum.
Stellungnahme des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie (DVSI)
Spielzeug ist bereits jetzt das mit großem Abstand am ausführlichsten geregelte Konsumgut in Europa. Bei Spielzeug kommen zu allen allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen mehr als 420 Seiten Spezialbestimmungen aus den harmonisierten EN Normen der 71-er Reihe hinzu. Zu diesen 420 Seiten Spezialbestimmungen für Spielzeugsicherheit fügt der von der EU-Kommission am 25.1.2008 vorgelegte Entwurf für eine Richtlinie zur Spielzeugsicherheit Stoffbegrenzungen auch auf anerkannt unproblematische Stoffe wie Aluminium oder Zink, über 71 Einschränkungen bestimmter allergener Düfte und über das Verbot der CMR-III-Stoffe ca. 200 weitere Stoffe hinzu.
Die Ökotests lassen ein durchschaubares Strickmuster erkennen. So wird nach wie vor auf den Sachverstand der von der Europäischen Union zugelassenen notifizierten Stellen verzichtet (Stellungnahme des DVSI „Katastrophaler Ökotest“ zum Puppentest Heft Nr. 12 / Dezember 2007 vom 27.11.2007) und unter Mitwirkung führender Toxikologen festgelegte Grenzwerte werden schlichtweg ignoriert.
Zur Verdeutlichung:
Die Europäische Union legt in ihrem neuesten Entwurf für eine Richtlinie zur Spielzeugsicherheit (geltend vorraussichtlich ab 2009) einen Grenzwert für Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) von 0,1 % fest. ÖKO-Test wertet ab einem selbst bestimmten, 10.000 mal tiefer liegenden absurden Grenzwert von 0,00001 % ab. Aus diesem Grenzwertbetrug resultieren mehr als 10 „ungenügende“ ÖKO-Test Gesamturteile.
Seit Jahren verweigert ÖKO-TEST konsequent die Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Spielzeugsicherheit. Stattdessen gibt es jede Weihnachtssaison Terror zur Spielzeugsicherheit. Der aber ersetzt nicht ehrliches Engagement für’s Kind.
(Quelle: Brandora Informationsportal)
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